Hiho! So, damit Tanzania auch mal wieder zum Leben erweckt wird, hier der offizielle Stand der Dinge in Form eines aktuellen Zustandberichtes aus dem Projekt von den Freiwilligen vor Ort.
Nochmal vielen Dank an Christoph für sein Engagement bezgl der Gelder für das Solarsystem.
Ich hoffe die Leute vor Ort schaffen es bald, sich auch mal hier einzuloggen (mom. gibt es noch unergründliche techn. probleme), so dass sie hier auch selbst mal was posten.
Bis dahin werde ich das übernehmen! MfG Marian
Seit drei Monaten sind wir, Charlotte Böhling, Lisa Meyer, Jana Müller, Manuel
Beisenkötter, Thomas Korte und Lukas Manglus bereits in Iringa. Wir leben in den drei
Waisenhäusern und arbeiten in der St. Dominic Savio Primary School. Es gibt einige
neue Entwicklungen im Projekt. Bei Fragen können Sie uns jederzeit kontaktieren unter: volunteers-tanzania@web.de
Waisenhäuser
Der Bau des ersten neuen Waisenheims ist in vollem Gange und wird wahrscheinlich im Januar bezugsfertig sein. So werden ungefähr zu Beginn des neuen Jahres die 12 Kinder aus Yatima A mitsamt der Hausmama, 3 Hausmädchen und den beiden Freiwilligen Lisa Meyer und Manuel Beisenkoetter einziehen. Mit dem zweiten Waisenhaus, Yatima B, wird erst begonnen, wenn das erste fertig gestellt ist.
Auf den Häusern werden Solaranlagen zur Stromproduktion und Wassererhitzung installiert. Die Strom produzierende Anlage amortisiert sich nach vier Jahren. Eine Solar-Pv Anlage für das neue Yatima A produziert Strom für vier Stunden Licht am Tag. Die erste
Anlage wird mit der Unterstützung von Misereor finanziert. Außerdem werden weitere umweltschonende und stromsparende Maßnahmen ergriffen: Die Heime kochen bisher mit einfachen Kohleherden, deren Verbrauch immens ist. Zur Einsparung sollen effiziente Herde
angeschafft werden, deren Kohleverbrauch um 30 Prozent gegenüber den alten verringert wird. Alle Lampen werden durch Energiesparlampen ersetzt, wodurch ca. 80 Prozent Strom eingespart wird.
Die Kinder im Heim sollten ausschliesslich abgekochtes Wasser trinken, welches momentan noch mit dem Kocher entkeimt
wird. Das Behindertenprojekt Neemas Craft setzt insbesondere in Dörfern eine sehr einfache und günstige Methode durch, das
Wasser zu reinigen. Gefüllte Flaschen müssen sechs Stunden auf einer schwarzen Plane in der Sonne liegen. Dies erzielt den gleichen Effekt wie 25 Minuten Wasser abkochen.
Durch die Anschaffungen wird die Abhängigkeit der Haueser von der Schule und Spendengeldern weiter reduziert. St. Dominic ist darauf ausgerichtet, sich langfristig selbst finanzieren zu können, sowohl große Investitionen wie der Bau eigener Häuser als
auch kleine Anschaffungen, wie die oben genannten, tragen dazu bei.
Schule
In der Schule fängt gerade der Entspurt für die Examens statt, die darüber entscheiden, welcher
Schüler versetzt wird oder nicht. Momentan gibt es 487 Schüler vom Kindergarten bis zur 6. Klasse. Ab
Januar kommt die siebte Klasse hinzu. Am Ende der siebten Klasse schreiben die Schüler das National
Examen, womit sie den Primary School Abschluss erlangen.
Vor einigen Wochen haben wir in Dar-es-salaam zufällig einen Radiojournalisten der Deutschen Welle
kennengelernt. Er war vom Projekt so überzeugt, dass er darüber berichten wird. Der Bericht ist eingegliedert in eine Reihe, die exemplarisch soziale Sicherungssysteme in zahlreichen Länder portraitiert. Er wird auch im tansanischen Rundfunk auf den Sendern Radio Tbc und Radio Tumaini ausgestrahlt. Über die Sendedaten in Deutschland werden wir rechtzeitig informieren.
Die Bauarbeiten für eine Secondary School im Rahmen des Projekts werden in diesen Monat beginnen. Begünstigt durch die beginnende Regenzeit wird somit benötigtest Wasser zum gießen des Fundaments gespart. Die Schule wird als Internat geführt werden, da das Gelände ausserhalb des Stadtkerns liegt.
Für weitere Infos checkt mal unsere Homepage aus:
www.iringa.de - das layout ist zwar noch nicht top, aber technisch kann die seite schon einiges (Infos, Berichte, Fotos usw.)